Herzlich Willkommen im
Gasthaus Gambachtal
in Fußenberg

Weihermühlweg 16
93173 Fußenberg

Tel. 09407 / 501
Fax 09407 / 90003

So wars! - Die Geschichte des "Gasthauses Gambachtal".

Die Dorfgaststätte „Gasthaus Gambachtal“ wird seit 1977 ununterbrochen von der Wirtin Johanna Stuber unter Mithilfe ihrer Familie, insbesondere ihres Mannes Xaver, bewirtschaftet. Von 1966 - 1970 leitete sie bereits die Gaststätte, legte jedoch eine Babypause von 1970 bis 1977 ein.
Fußenberg gehört politisch zur Regensburger Stadtrandgemeinde Wenzenbach. Bis ins Jahr 1978 war das Dorf noch zweigeteilt: Eine Hälfte gehörte zur Gemeinde Grünthal, die andere zur Gemeinde Hauzenstein. Zuständige Pfarrgemeinde für Fußenberg war und ist auch heute noch Irlbach.


Um 1930 eröffnete Frau Therese Kiener eine Flaschenbierhandlung in ihrem Wohnhaus am Ortseingang von Fußenberg. Im Jahr 1948 zog sie in das kleine landwirtschaftliche Anwesen, damals Hausnummer 1 - heute Weihermühlweg 16, ein. Der Bauernhof war zu klein um davon zu leben, deshalb führte sie in den Nachkriegsjahren die Flaschenbierhandlung weiter fort. Zur damaligen Zeit gab es weder Getränkemärkte noch Heimlieferservice. Das Bier wurde von den Dorfbewohnern in Krügen und Kannen nach Hause geholt. Gerne wurden Kinder von ihren Vätern und Großvätern zum Bierholen in das Gasthaus geschickt.
Manche tranken ihr Bier lieber gleich an Ort und Stelle – rechtlich war der Verzehr von Getränken in einer Flaschenbierhandlung jedoch nicht erlaubt.  Eine entsprechende Schankkonzession fehlte. Bald darauf kam es zur Anzeige. Als Folge davon überredeten eine Handvoll Männer des Dorfes Frau Kiener eine entsprechende Konzession zu beantragen. Therese Kiener, die Mutter der derzeitigen Gastwirtin Johanna Stuber, gründete deshalb das Gasthaus Gambachtal im Jahr 1949.
Die Gaststätte bestand damals noch aus zwei recht kleinen Zimmern, eingerichtet mit schlichten Tischen und Bänken. Die ehemaligen Gasträume befinden sich heute im südlichen Teil (Straßenseite) des Gasthauses (ursprüngliches Baujahr ca. 1890) und werden derzeit als Lager- und Vorbereitungsräume genutzt. Als Schänke diente ein Tisch mit einer Wanne Wasser zum Spülen der Gläser. Die Toiletten befanden sich im Freien um die Ecke. Es gab kein fließendes Wasser, jedoch befand sich der Dorfbrunnen im Garten des Anwesens.
Gekühlt wurde das Bier mit Eis, in den Wintermonaten aus dem Dorfweiher geschnitten, im Sommer als Eisstangen mit dem Bierwagen von der Brauerei geliefert. Das Sortiment bestand aus Bier und Gracherl (Limonade) - Speisen wurden keine angeboten.
Zuerst bezog Frau Kiener ihr Bier von der Brauerei „Häring Bräu“ aus Reichenbach, doch nach Problemen mit der Qualität und weil sich die Brauerei Bischofshof bereit erklärte, die Kosten für neues Mobiliar zu übernehmen, wechselte sie nach kurzer Zeit ihren Lieferanten. Seit über 60 Jahren beliefert nun die Brauerei Bischofshof das Gasthaus Gambachtal mit Bieren und diversen anderen Getränken.
1951 wurde die Gaststätte erstmals an die Familie Schmid verpachtet. Auflage für die Genehmigung zur Verpachtung war jedoch fließendes Wasser, d. h. eine Wasserleitung. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 2.000 DM - eine gewaltige Summe für die damalige Zeit. Frau Kiener konnte dieses Geld nicht aufbringen und unterschrieb deshalb einen Bierliefervertrag bei der Brauerei Bischofshof, welche das Geld daraufhin vorstreckte.

1953 wurde in der Küche des Gasthauses, dem ehemaligen Kuhstall, der Schützenverein Gambachtal gegründet. Bis heute ist für diesen das Gasthaus noch Vereinsheim. Die Schießstände befanden sich damals im Gastzimmer. Zur Sicherheit der anwesenden Gäste musste der Schießstand mit Blechtafeln abgetrennt werden.

Im Jahr 1963 wurden schließlich das heutige Gastzimmer und der erste Teil des Saals sowie der Kühlraum, der Schießstand und die Toilettenanlagen gebaut. Etwas später wurde dann im Keller noch eine Kegelbahn eingebaut.

Im Laufe der Jahre wechselte mehrmals der Pächter des Gasthauses. Auch eine Diskothek befand sich 1976 im Gambachtal. Damaliger Pächter war Peter Kuhn, ein gebürtiger Berliner. Jugendliche kamen  von nah und fern - viele erinnern sich noch gern an diese Zeit. Ein optimaler Treffpunkt der jungen Menschen um Freund oder Freundin zu finden, das Glück vieler Ehepaare begann hier.

Zur „Ranch“ wurde das Gasthaus Gambachtal 1964. Die damalige Pächterin Frau Markl hatte einen Lieblingsschlager in der Musikbox: „Auf meiner Ranch bin ich König“. Die Wirtin spielte diesen Titel mehrmals täglich und sang dabei munter mit. So war der Spitzname „Ranch“ geboren.
Der Stammtisch „Rancher Buam“, gegründet 1972 im Gasthaus,  übernahm den Namen „Ranch“ in seinen Vereinsnamen.
 
1988 wurde der Saal vergrößert und komplett umgebaut. Im Jahr 1995 ließ Frau Stuber den Wintergarten mit Blick ins „Gambachtal“ erbauen und 1998 das Gastzimmer neu gestalten. Seitdem gab es nur noch kleinere Umbaumaßnahmen.

Das Gasthaus Gambachtal ist heute das Vereinsheim diverser Vereine: Schützenverein Gambachtal, Stammtisch Rancher Buam, Stammtisch Hoater Kern, Volkstanzgruppe Fußenberg, Bund Naturschutz, Motorradfreunde Wenzenbach, Skiclub Wenzenbach, Funkerfreunde Wenzenbach - um nur einige zu nennen.

Das Motto des Gasthaus Gambachtal lautet:

„… und warst Du mal im Gambachtal dann kommst Du sicher noch einmal!“

Die Wirtsfamilie Stuber erfüllt gerne die Wünsche ihrer Gäste und freut sich, wenn diese wieder ins Gambachtal kommen.

Wirte und Pächter des Gambachtals waren:

1949 – 1951                                       Therese Kiener
1951 – 1964                                       Alois Schmid
1965 – 1966                                       Max Markl
1966                                                     Richard Janker
1966 – 1970                                        Johanna Stuber
1. Mai 1970 – 1. Mai 1975             Albert und Hella Hartl
1. Mai 1975 – Nov. 1976               Peter Kuhn
Nov. 1976 – Mai 1977                    Schollmeier
Seit 1. Mai 1977 – heute              Johanna Stuber